ProjektFassade

Aktive Fassaden zur Reduzierung der Schallimmission in Gebäuden

Gemeinsames Projekt zwischen SzM und der Schüco International KG

Das vom BMBF geförderte Projekt „Aktive Fassaden zur Reduzierung der Schallimmission in Gebäuden“ beschäftigte sich mit den Einsatzmöglichkeiten multifunktionaler Materialien und aktiver Gegensteuerungen zum Lärmschutz. Gemeinsam mit der Firma Schüco International KG wurden aktive Systeme entwickelt, die störenden Vibrationen und Schwingungen bekämpfen, bevor diese in der Lage sind Schallabstrahlung von Strukturen zu verursachen.

Hotels, Bürohochhäuser, Flughäfen, etc. – überall kommen Fassaden als äußere Haut von Gebäuden zum Einsatz und prägen damit das Stadtbild der modernen Metropolen auf der ganzen Welt. Neben der Erfüllung von statischen Aufgaben, dienen Fassaden vor allem als architektonisches Mittel. Plant man Fassaden in geeigneter Weise, können sie auch dazu ausgelegt werden, die Schallabstrahlung in Gebäude und somit die Lärmbelastung zu reduzieren.

Unter den klassischen passiven Methoden zum Lärmschutz finden sich doppelt- oder dreifachverglaste Fenster, Dämmmatten oder sandgefüllte Profile. Alle diese Maßnahmen bringen einen entscheidenden Nachteil mit sich: sie erhöhen das Gewicht. Da aber auch im Fassadenbau die Forderung besteht, sehr leicht zu bauen, kann eine solche Gewichtserhöhung oftmals nicht toleriert werden.

Im Rahmen dieser Projektarbeit wurde eine neuartige Herangehensweise näher untersucht. Dabei leiten mehrere auf der Struktur verteilte Aktoren zur störenden Anregung entgegengesetzte Schwingungen in die Fassade ein, die so zur gegenseitigen Auslöschung führen. In Verbindung mit einem geeigneten Regelsystem kann so breitbandig Lärmabstrahlung verringert werden. Das angewandte Prinzip bezeichnet man als Active Structural Acoustic Control (ASAC) und es kann in leicht abgewandelter Form auch dazu verwendet werden, die Schalllängsleitung, den sog. Körperschall, zu bedämpfen.